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Saturday, April 5, 2025
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Karakal

Herkunftsland: Afrika, Asien

Größe: bis zu 50 cm (Schulterhöhe)

Fell: Kurz, dicht, rau (hundefellartig)

Gewicht: Kater 25–28 kg, Katzen 15–17 kg

Anerkannte Farben: Rot, Grau, Schwarz (sehr selten)

Lebensweise: Freigehege empfohlen (mindestens 20 m²), nicht geeignet für Wohnungen

Lebenserwartung: 12–16 Jahre

Preis: € 3000–7000

Category:

Karakal – Exotischer Wildkatzencharakter für erfahrene Halter

Geschichte

Die Karakal-Katze, auch als Wüstenluchs bekannt, ist eine gezähmte Art von Wildkatze. Diese eindrucksvollen, eleganten Tiere wurden schon seit Jahrhunderten von Menschen domestiziert, insbesondere in Afrika und Asien. Wohlhabende Menschen hielten oft Geparden als Jagdgefährten, während andere auf Karakale oder Ozelots zurückgriffen. Diese Raubkatzen konnten geschickt Pfauen, Fasane, Wildkaninchen und sogar kleine Antilopen jagen.

Die Domestikation des Karakals erwies sich als vergleichsweise einfach, da diese Katzen sich als gehorsame und anpassungsfähige Tiere erwiesen. Das führte dazu, dass Karakale auch als Haustiere gehalten wurden.

Beschreibung

Der Karakal ist eine große Katze, wobei Männchen ein Gewicht von 25–28 kg erreichen können und Weibchen etwa 15–17 kg wiegen. Größere Exemplare sind selten, und wenn sie auftreten, ist dies oft auf Übergewicht infolge falscher Ernährung zurückzuführen. Karakale sind anfällig für Gewichtszunahme, daher ist eine ausgewogene Ernährung essenziell für ihre Gesundheit.

Ihr Körperbau ist massiv mit kräftigen, mittelgroßen Beinen und einem kurzen, robusten Schwanz. Karakale sind exzellente Springer und können bis zu drei Meter hoch springen. Ihr Fell ist dicht und rau, eher wie bei Hunden, und ihre Krallen haben die besondere Fähigkeit, sich weit auszudehnen, um beim Jagen besseren Halt zu bieten.

Der Name „Karakal“ stammt aus dem Türkischen und bedeutet „schwarzes Ohr“. Tatsächlich sind die Ohren nicht nur schwarz, sondern besitzen auch markante Haarbüschel an den Spitzen – ein typisches Merkmal dieser Rasse. In freier Wildbahn helfen diese Büschel dabei, sich in hoher Vegetation zu tarnen. Karakale geben ungewöhnliche Geräusche von sich, die eher an Vogelrufe erinnern, was ihnen beim Anlocken von Beutetieren in der Natur hilft.

Trotz ihrer Körpermasse sind Karakale sehr beweglich und springen mühelos auf Möbel und andere hohe Gegenstände. Auch Zäune stellen für sie kein unüberwindbares Hindernis dar. Wer einen Karakal als Haustier hält, sollte sich bewusst sein, dass eine gut durchdachte Umgebung notwendig ist, um seine Sicherheit und sein Wohlbefinden zu gewährleisten.

Charakter

Der Karakal ist sozial und in der Lage, eine enge Bindung zu seinem Besitzer aufzubauen. Diese Katzen spielen gern mit Spielzeug, und ihr Charakter ist eine interessante Mischung aus Freundlichkeit, Neugierde, Loyalität und Verspieltheit.

karakal
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Besonders wenn ein Karakal im Alter von etwa vier Monaten aus einer Zucht übernommen wird, ist er meist bereits an Menschen gewöhnt und zeigt kaum aggressives Verhalten.

Im Training bevorzugt der Karakal Gerechtigkeit, Zuneigung und Ernsthaftigkeit vonseiten seines Besitzers. Laute Stimmen oder gar körperliche Bestrafung sind völlig ungeeignet und führen nur zu Misstrauen und Angst.

Spaziergänge sollten außerhalb von Hundeauslaufgebieten stattfinden und grundsätzlich an der Leine erfolgen. Die Haltung eines Karakals ist nicht mit der eines gewöhnlichen Hauskatzen zu vergleichen.

Pflege

Einen Karakal als Haustier zu halten, ist mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Diese Katze liebt ihre Freiheit, daher wird empfohlen, ihr ein Gehege mit einer Fläche von etwa 20 m² zur Verfügung zu stellen. Dieses sollte verschiedene „natürliche“ Elemente enthalten, um ihre Aktivität und Fitness zu fördern.

Karakale sind keine typischen Wohnungskatzen. Wer ein anhängliches und pflegeleichtes Haustier für ein Apartment sucht, sollte besser nach einer geeigneten Rasse wie der Burmakatze suchen.

Die Pflege eines Karakals erfordert besondere Aufmerksamkeit. Das Fell muss einmal pro Woche gebürstet werden. Sollte es stark verschmutzt sein, kann ein Bad notwendig werden. Karakale lieben Wasser und spielen oft mit darin schwimmenden Spielzeugen. Nach dem Bad ist es ratsam, die Ohren und Augen zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen.

Ernährung

Ein Karakal bevorzugt proteinreiche Nahrung. Ideal sind Geflügel, Rindfleisch, Kaninchen oder Wildgeflügel. Seltener können rohe Eier und Fisch gefüttert werden. Schweinefleisch ist absolut verboten, da es Aujeszky-Krankheit auslösen kann, was für diese Tiere tödlich enden kann.

Ein ausgewachsener Karakal benötigt bis zu 500 g Fleisch täglich. Die Fütterung sollte mit Kalzium- und Vitaminpräparaten ergänzt werden, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Fertigfutter für Katzen ist nicht zu empfehlen, gelegentlich kann jedoch hochwertiges Trockenfutter (Super-Premium-Klasse) gefüttert werden.

Ein Karakal ist kein Haustier für jedermann. Diese exotische Katze erfordert nicht nur viel Platz und spezielle Pflege, sondern auch Geduld und Verständnis für ihre natürlichen Bedürfnisse. Wer sich für einen Karakal entscheidet, muss bereit sein, viel Zeit, Energie und Ressourcen zu investieren. Als Gegenleistung erhält man ein intelligentes, neugieriges und loyal verbundenes Tier.

Additional information

Aktivität

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Verspieltheit

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Intelligenz

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Pflegeaufwand

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Bedarf an Aufmerksamkeit

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Bindung an den Besitzer

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Selbstständigkeit

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Verträglichkeit mit Kindern

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Gesundheit & Widerstandskraft

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